Der LEGO Film – Meine Impressionen

I have seen the movie in german (my mother tongue), this is the reason why i´ll write my review in german.

Der LEGO Film

Auf nur wenige Filme bisher war ich so gespannt wie auf THE LEGO MOVIE, seit den ersten Ankündigungen vor einem Jahr habe ich mich darauf gefreut wie ein kleines Kind. (Viele sagen, ich sei ja auch ein kleines Kind, aber rein äusserlich erinnere ich doch auf den ersten Blick eher an einen 30-jährigen). Ich hatte sehr große Erwartungen an den Film, die mit den ersten positiven Kritiken nach der US-Premiere im Februar und der Deutschland-Premiere vergangene Woche (bricktopia war beim screening) noch weiter gestiegen sind, und kann voller Überzeugung sagen: Ich wurde nicht enttäuscht.
Der Film ist SUPER, genauso wie es im passenden Titellied besungen wird.

Ich habe mich im Vorfeld schon sehr viel mit dem Film auseinandergesetzt, habe mir alle möglichen Trailer immer und immer wieder angesehen, habe mit mir selbst gehadert welche Sets ich unbedingt kaufen muss (70807 Eisenbart´s Duell steht ganz oben auf der Wunschliste) und ich bin stundenlang im Spielzeugladen gestanden und hab die Minifigur-Packungen abgetastet und die gewünschten Figuren zu finden… und dennoch hat es der Film geschafft, mich mit vielen überraschenden Momenten und einer spannenden Handlungen mit guten, unvorhersehbaren Wendungen zu begeistern.

Als erwachsener Fan von Lego bin ich begeistert, weil der Film die verschiedensten Elemente in einer großartigen Art und Weise zusammenfasst und das “Spielzeug”, das mich seit den frühen 1980er bis heute begleitet, so wunderbar porträtiert. Es wird praktisch nichts ausgelassen, fast jedes Lego-Universum ist vertreten und sogar viele Lizenzprodukte dürfen ihren Beitrag leisten. Näher will ich darauf nicht eingehen, ich will ja denjenigen, die den Film noch nicht gesehen haben, zu viel verraten. Die angesprochene Vielfalt ist ja ein sehr wesentlicher Punkt, warum LEGO so eine große Faszination auf mich ausübt. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Von Rittern, die mit Drachen kämpfen, über Piraten, die die Weltmeere besegeln, hinzu Astronauten, die neue Planeten besiedeln, und natürlich auch die einfachen Stadtbewohner, die ein “normales” Leben führen, bietet LEGO einfach alle Möglichkeiten, wie kleinere und größere Kinder alle Fantastien ausleben können. Das wird im LEGO-Film wunderbar dargestellt, und es ist dabei viel mehr als eine einfache Reise durch die verschiedenen Welten.

Als Filmliebhaber bin ich begeistert, weil der Film viel mehr ist als nur eine 110 Minuten lange Werbeveranstaltung eines dänisches Spielzeugherstellers. Die Handlung ist witzig, spannend und kurzweilig und schafft einen Spagat, den nur wenige Filme schaffen: Es ist ein oberflächlicher, einfacher Handlungsstrang, den auch kleinere Kinder leicht verstehen und großen Spaß dabei haben, gespickt mit Seitenhieben, Witz und Nebenbemerkungen, sodass auch Erwachsenen auf keinen Fall langweilig wird. Dazu kommt noch eine Moral, die ein wenig zum Nachdenken anregt und deren Aussage auf wesentlich mehr Bereiche unseres Lebens zutrifft als nur auf die kleine bunte Plastikwelt.
Noch dazu ist es – wie man es aber mittlerweile von vielen Animationsfilmen gewohnt ist – ein großartiges 3D-Erlebnis, für das es sich lohnt, ins Kino zu gehen weil die Eindrücke mit tollem Sound auf der großen Leinwand einfach nicht mit einem “Heimkino” zu vergleichen sind.
Was mich besonders begeistert hat: Man hat nicht ständig das Gefühl, alles sei eine reine Computeranimation. Von Anfang an vermitteln immer wieder einzelne Sequenzen den Eindruck, als wären sie auf die klassische “brickmotion”-Art entstanden, also manuell mit einer Stop-Motion-Kamera, und ich finde diesen Effekt ganz großartig. Spätestens die animierten Gesichter beweisen das Gegenteil, aber dennoch bewegen sich die Figuren manchmal genau so (eingschränkt) wie klassische Legofiguren und nicht so animiert und geglättet, wie man es aus manchen LEGO-Computerspielen kennt, und auch die Optik erinnert in einzelnen Szenen and real fotografierte Figuren und nicht an virtuelle 3D-Modelle. (Und wer den Film gesehen hat, dem ist auch vielleicht aufgefallen, warum das so ist…)

Und zu guter Letzt, als Vater von zwei Söhnen im Kindergarten-/Volksschulalter, bin ich begeistert, weil LEGO einfach immer noch ein cooles Spielzeug ist, mit dem sie sich gerne beschäftigen und stundenlang ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Im digitalen Zeitalter wird es natürlich für die Plastiksteine immer schwieriger, neben iPad, Smartphone, Fernsehen und Playstation interessant zu wirken, aber ich denke dass der Film einen großen Beitrag dazu leisten wird, dass sich noch mehr Kinder und Jugendliche intensiver mit LEGO auseinandersetzen. Schließlich ist es ja doch eine gute verpackte Werbung, die nur dazu dient, ein Produkt zu vermarkten – in meinen Augen halt das tollste Produkt auf Erden.
Der Film schafft es auf eine sehr simple und bodenständige Art und Weise, die Kinder zum nachbauen und nachspielen zu animieren. Der erste Satz meines jüngeren Sohnes, als der Film zu Ende war: “Papa, die Stadt müssen wir unbedingt daheim nachbauen!”. Dann werd ich mich jetzt mal auf ebay und amazon nach Nachschub umschauen, damit genug Baumaterial zur Verfügung steht….

 

[ Bilder von facebook.com/lego ]

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